Yoga & Beckenboden

'Ich weiß, dass ich Blasenschwäche habe, doch keiner merkt es ...‘ – so und so ähnlich klingen häufig Werbungen für Einlagen bei Blasenschwäche, welche sich an Frauen mit diesen Problemen richten.

Und weil mich solche Aussagen immer wieder hellhörig werden lassen, hat mich dies dazu bewegt, diesen Text zu schreiben. Denn einer meiner Schwerpunkte ist mein Yogaprogramm ‚Yoga für einen starken Beckenboden‘ nach Heil Yoga @ Maria Dieste, ein Übungsprogramm, welches hilft, Blasenschwäche und viele andere Beschwerden effektiv zu verbessern.

 
Blasenschwäche beginnt irgendwann einmal ganz harmlos und viele Frauen und auch Männer ignorieren dieses Warnsignal des Körpers und nehmen es hin als etwas, was eben ab einem gewissen Zeitpunkt dazu gehört.

 

Dabei ist dieses Symptom als eine Bitte und Aufforderung des Körpers zu verstehen, die gesundheitliche Balance wieder herzustellen.

 

Das was mir an oben genannten Werbeaussagen missfällt, ist dass sie Betroffene dazu auffordern, über die Signale ihres Körpers hinweg zu sehen und dass gleichzeitig  unterbewusste und falsche Glaubenssätze unterstützt werden.

So wird Blasenschwäche als etwas dargestellt, was weniger schlimm ist und womit man leben kann, solange sie von niemandem bemerkt wird. Das eigene, innere Gefühl für sich selbst – welches durch Blasenschwäche nicht gerade gestärkt wird - zählt weniger, als das, was nach außen hin ‚scheint‘ und von anderen bewertet wird.

Gleichzeitig wird betroffenen Frauen über solche Aussagen vermittelt, dass die Lösung bei Blasenschwäche eine ‚zuverlässige und sichere Einlage ist‘. Dies unterstützt Frauen darin, über ihre Beschwerden hinweg zu schauen, eine beginnende oder bestehende Blasenschwäche zu ignorieren und darüber zu riskieren, dass ihre Probleme sich verschlimmern. Denn Blasenschwäche ist ein fortschreitender Prozess, mit dessen Ursachen häufig auch andere Beschwerden verbunden sind.

Keine Einlage dieser Welt kann einer Frau das Gefühl von Sicherheit geben, welches bei Blasenschwäche oder bei Organsenkungen definitiv verloren geht. Denn Ursache dieser Probleme ist meist eine geschwächte tiefe Beckenbodenmuskulatur.

 

Ein Beckenboden, der stark und funktionstüchtig ist, schenkt Stabilität und Sicherheit, sowohl auf körperlicher als auch auf geistig-emotionaler Ebene.

 

Und jede Frau, die selbst einmal das Gefühl einer Beckenbodeninstabilität erfahren musste, weiß, wie unsicher sie sich damit fühlt und wieviel sicherer und stabiler das Körper- und Lebensgefühl mit einem stabilen Beckenboden und einer starken Körpermitte ist.

Als vierter und letzten Punkt - und dies ist auch der Grund, weshalb ich mit diesem Thema öffentlich werde - soll Blasenschwäche nach außen hin natürlich nicht bemerkt werden und so trauen sich viele Frauen nicht, darüber zu sprechen - und auch das kann einen gewissen inneren Leidensdruck erzeugen.

Tatsache ist, dass es absolut gar nichts bringt, bei Problemen wie Blasenschwäche oder andere Beschwerden mit Blase und Prostata wegzuschauen und diese zu ignorieren. Sondern dass es wichtig ist, frühzeitig darauf zu reagieren - als einen Akt der Achtung und des Respekts vor sich selbst.   

 

Denn es ist relativ einfach die tiefe und stabilisierende Beckenbodenschicht zu stärken und darüber einen funktionstüchtigen Beckenboden aufzubauen, das körperliche Gleichgewicht und die innere Balance zu verbessern und einem natürlichen Kräfte- und Energieverlust entgegen zu wirken.

Es braucht nicht mehr als ein paar gezielte Übungen und etwas Disziplin und Ausdauer.

Wenn ich es mir wert bin, dies für mich zu tun, mache ich mir selbst ein großes Geschenk – ein Geschenk zur Bewahrung meiner Gesundheit, meine Selbstsicherheit, meiner Lebensfreude und Lebensqualität, sowie meiner Energie, Ausstrahlung und Würde als Frau.

 

Informationen zu meinem Yogaprogramm YOGA für einen starken & entspannten Beckenboden finden Sie hier

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Kommentare: 2
  • #1

    Heike K.-D. (Donnerstag, 16 März 2017 22:58)

    Liebe Heike,
    Deine Worte sprechen mir aus der Seele. Diese Werbung macht mich auch immer wütend, sie stellt Inkontinenz als hinzunehmenden Normalzustand dar. Dabei kann man dem mit den richtigen Übungen und Disziplin entgegenwirken. Davon konnte ich mich ibei der Teilnahme an Deinem Beckenbodenprogramm überzeugen. Dank Deiner gezielten Übungen blieb mir die Inkontinenz trotz massiver Blasensenkung (durch schwaches Bindegewebe) erspart - davon bin ich felsenfest überzeugt. Deine CDs sind für mich sehr wertvoll geworden, da sie mich täglich dazu motivieren, mir eine halbe Stunde Auszeit zu gönnen. Und durch die drei verschiedenen Elemente wird es auch nicht langweilig. Ich bin sehr froh, dass ich Dich getroffen habe, Deine Vorgehensweise passt für mich perfekt.
    Ich freue mich auf viele weitere Yogastunden mit Dir.
    Liebe Grüße
    Heike

  • #2

    Angelika F. (Dienstag, 21 März 2017 15:53)

    Seitdem ich bei Frau Razaq gelernt habe meine Beckenbodenmuskulatur gezielt aufzubauen und im Alltag einzusetzen sind meine jahrelangen Beschwerden mit den unteren Lendenwirbeln und dem Ischiasnerv Geschichte. Auch meine Körperhaltung hat sich dadurch grundlegend verändert, ich bemerke immer öfter, wenn ich nicht aufrecht gerade stehe, gehe oder sitze, dass es mir unangenehm ist. Auch trainiere ich den Beckenboden immer öfter ganz automatisch, weil ich merke, dass es mir gut tut und es mir auch mehr Stehvermögen gibt. Zudem hat Frau Razaq in ihren Yogakursen mir beigebracht, Stresssituationen besser zu meistern, z.B. durch bewusste und gezielte Atmung Ruhe in Körper und Geist zu bringen. Dies gelingt natürlich nicht von jetzt auf gleich und auch nicht immer, aber immer öfter. Die Übungen kosten nicht viel Zeit pro Tag, aber mein persönlicher Gewinn durch das Yoga ist enorm. Ich möchte es nicht mehr missen.
    Angelika

MIT INNEREN WERTEN IN BALANCE
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