Die Disziplin der Freude

 

Disziplin – spürst Du eine gewisse Abwehr, wenn du dieses Wort liest? Fühlt Disziplin sich für Dich möglichweise streng an?

 

Als eine Liebhaberin des Wortes 'ausnahmsweise‘ ("Gönne ich mir das", "Tue ich das heute mal nicht") ging es mir jahrelang auch so. Zumal Disziplin in unserem Bewusstsein, in unserer Gesellschaft und Kultur eng verknüpft ist mit einem gewissen Gehorsam, dem strengen Befolgen von etwas, mit einem ‚Du musst‘.

 

Als ich in die Theorie & Praxis von Yoga eintauchen durfte, lernte ich eine vollkommen neue Art der Disziplin kennen: eine innere Disziplin. Nichts, was mir jemand von außen auferlegt, sondern etwas, was ich für mich selbst wähle. Etwas was mich in Verbindung mit Freude, Begeisterung und Leidenschaft zu dem Erfolg führt, den ich mir wünsche.

 

Yoga als eine Disziplin der Freude dies hat mich viel für mein Leben und meinen Alltag gelehrt. Beispielweise dass es mein Leben leichter macht, wenn ich gewisse Dinge einfach tue. Wenn ich nicht ständig über alles verhandeln mit mir selbst muss ("Tue ich es jetzt oder tue ich es nicht?"), obwohl ich weiß, dass sie mir gut tun oder einfach erforderlich sind. Und weil ich kein Freundin strenger Routinen bin, erlaube ich mir Disziplin auf eine spielerische und kreative Art und Weise zu tun.

 

Weil ich spüren kann, dass es mir gut damit geht und mich auf Dauer unterstützt: meine Gesundheit, meine Selbstachtung, meine Beziehung zu mir und anderen. Denn Disziplin hilft beispielweise auch dabei, destruktive Gedanken und Konflikte zu 'entschärfen' und in etwas Konstruktives zu verwandeln.

 

Mit diesem Erfahrungsschatz finde ich, dass Disziplin eine wunderbare Fähigkeit ist. Und dass auch die Ausnahmen viel mehr Freude machen, wenn sie Ausnahmen bleiben und nicht die Regel sind.

 

Wie geht es Dir mit (oder ohne) Disziplin? Schreib gern dazu etwas in die Kommentare.

 

Herzlichst, Deine Heike Razaq

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