Bleib ruhig und entspann dich

 

 

Wann immer wir etwas als unangenehm und bedrohlich empfinden reagieren wir. Dabei wird in weniger als einer Sekunde über unser Gehirn eine komplexe Reaktionskette auslöst, die unser Verhalten prägt und eines bewirkt: Stress.

Für unsere Vorfahren war es überlebenswichtig, sofort auf lebensbedrohliche Situationen zu reagieren, doch im modernen Alltag wird uns diese tief in uns eingeprägt Tendenz mehr und mehr zum Verhängnis und ruft gesundheitliche Schäden hervor.

 

Im Gegensatz zu unseren Vorfahren belasten uns und unser Nervensystem eine Vielzahl an äußeren Informationen und Reizen, in Verbindung mit Hektik und Druck und dies tagtäglich und in hohem Maße. Diese Vielzahl an äußeren Triggern bewirkt, dass wir ganz leicht überreagieren, in zahlreichen Situationen, die uns scheinbar bedrohlich erscheinen, die sich jedoch in den allermeisten Fällen als harmlos entpuppen, wenn wir Ruhe bewahren könnten.

 

‚Bleib ruhig und entspann dich‘ – diese Fähigkeit üben wir im Yoga und sie hilft uns, die Reaktionskette von Stress  zu unterbrechen. In den Körperhaltungen, die wir in einer Yogastunde üben, erzeugen wir bewusst Anspannung und den Druck. Und über Aufmerksamkeit und bewusste Atmung können wir ein Zuviel an Spannung regulieren und innerlich entspannt bleiben.

 

Doch die Yogamatte ist nicht der Alltag, sie ist ein stressfreies Übungsfeld, vergleichbar mit 'dem Schwimmen im Trockenen'. Wirklich wirksam kann eine solche Praxis nur mitten im Alltag werden, in genau jenen Momenten, in denen es eine solche Praxis braucht, nämlich in den Momenten, die uns (über)reagieren lassen.

 

Deshalb ist der Alltag das effektivste Übungsfeld und wir nutzen die gleiche 'Technik', die wir im Yoga schon so oft und immer wieder geübt haben - wir sind präsent, atmen und erinnern uns selbst: 'Bleib ruhig und entspann dich!'