Gemeinsam sind wir stark

 

 

Ein stabiles soziales Umfeld, familiärer Zusammenhalt und Menschen an die wir uns vertrauensvoll wenden können oder die uns in Problemsituationen unterstützen - all dies stärkt unsere Resilienz.

 

Resiliente Menschen sind keine Einzelkämpfer und sich anderen zu öffnen oder Hilfe anzunehmen ist für sie keine 'Schwäche', sondern ganz im Gegenteil: sie erkennen, wann sie Unterstützung brauchen, um in ihrer Kraft bleiben zu können. Der Resilienzfaktor um den es hier geht nennt sich 'Verbundenheit' oder 'Netzwerkorientierung'.

 

Sich mit anderen verbunden zu fühlen ist ein natürliches, emotionales und neurobiologisches Grundbedürfnis. Verbundenheit trägt zu einem großen Teil zu unserer Zufriedenheit und unserem Glück bei und gibt uns Halt, Sicherheit und Geborgenheit.

 

Wie wichtig soziale Bindung für Resilienz ist, wurde durch die Studie 'Die Kinder von Kauai' der Psychologin und Resilienzforscherin Emmy Werner belegt. Trotz widriger Lebensumstände und einem schwierigen Start ins Leben konnten ein Drittel dieser Kinder ein gesundes und erfolgreiches Leben führen. Einer der Gründe: sie hatten eine starke Bindung zu mindestens einer Bezugsperson.

 

Bindung beeinflusst das Stressempfinden von Kleinkindern, die darüber in belastenden Situationen weniger vom Stresshormon Kortisol ausschütten1. Und auch für uns Erwachsene ist soziale Unterstützung wichtig für eine gute Stressbewältigung. Sie wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus und schützt uns bei psychischer Belastung.

 

 

Quelle:

1 'Resilienz ist erlernbar - Wie Sie durch den Aufbau innerer Stärke Stress bewältigen, widerstandsfähger werden und Depressionen vorbeugen', Birgit Eberle