Keine Angst vor Stress

 

 

Wer dauerhaft leichter, entspannter und gesünder mit Stress leben möchte braucht gesunde Gewohnheiten und förderliche Einstellungen. Diese fangen bereits damit an, dass wir aufhören, Stress grundsätzlich als negativ zu bewerten.

 

Denn Stress an sich ist weder gut noch schlecht, sondern einfach die Reaktion des Körpers auf Belastungen, Situationen, Gedanken und Lebensereignisse. Die Absicht dahinter ist sogar eine Positive: Stress versetzt uns zunächst in einen Zustand erhöhter Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit, indem Stresshormone wie Kortisol und Adrenalin ausgeschüttet werden.

 

Natürlicherweise werden diese Hormone vom Körper wieder abgebaut, sobald er zur Ruhe kommt und damit wäre das Thema Stress für unseren Körper erledigt. Doch hier zeigt sich der Haken unserer modernen Lebensweise: tritt die Entspannungsphase nicht ein, werden im Körper immer mehr Stresshormone aufgestaut und es genügen bereits geringste Anlässe, um neue Stressreaktionen auszulösen. Gefährlich wird Stress dann, wenn wir nicht mehr zur Ruhe finden. Denn Dauerstress ohne wirkliche Ruhe und Regeneration bedeutet auf Dauer einen enormen Kraftaufwand für Körper, Geist und Seele und kann dazu führen, dass irgendwann unsere Widerstandsfähigkeit zu Ende ist.

 

Stress im modernen Lebensalltag

 

Unsere Stressreaktion stammt noch aus frühen evolutionären Zeiten, in denen wir unser Leben vor wilden Tieren und anderen lebensbedrohlichen Gefahren schützen mussten. In unserer modernen Gesellschaft sind sowohl die Häufigkeit der alltäglichen Stressattacken als auch die Gefahren, von denen wir uns bedroht fühlen andere. Wir erleben Stress, wenn unser Selbstwertgefühl bedroht ist oder wenn wir Angst haben, zu versagen. Wenn unser Leben dabei ist, sich aus unserer gewohnten (Komfort)Zone in eine neue Richtung zu bewegen oder ganz oft auch einfach dann, wenn etwas nicht so läuft, wie wir es gerne möchten. Stressreaktionen laufen sogar dann ab, wenn wir neben jemanden stehen, der sehr gestresst ist oder wenn wir uns eine bedrohliche Situation nur vorstellen, z.B. wenn wir nachts grübelnd im Bett liegen und uns über etwas Sorgen machen. Die Stressreaktion ist die gleiche, egal, ob die Sorgen wirklich eintreten oder nur in unserem Kopf existieren.

 

Stress braucht Bewältigbarkeit

 

Jede Stressreaktion wird von einem Grundgefühl begleitet, ein Gefühl, das uns nicht immer bewusst sein muss: die Angst, einer real existierenden oder angenommenen Bedrohung nicht gewachsen zu sein. Weil es einfach zu viel ist, was oft in kurzer Zeit bewältigt werden muss, weil eine Situation bedrohlich oder erdrückend erscheint, weil uns in all dem Stress die innere Klarheit fehlt oder das 'WIE' - eine gute Strategie, mit der wir eine Stressituation leichter bewältigen können.

 

Herausforderung oder Belastung?

 

Die Fähigkeit, Stress gut bewältigen zu können, fördert auch die Akzeptanz, dass Stress und Belastungen im Leben einfach dazu gehören. Ganz abgesehen davon, dass das Leben nicht nur auf der 'Sonnenseite' stattfindet, brauchen wir Menschen Anforderungen und Herausforderungen. Sie schenken uns Wachheit und Präsenz und ermöglichen uns langfristig gesehen Wachstum, Entwicklung und eine gewisse Lebenserfahrung. Herausforderungen halten uns gesund, doch jetzt kommt der springende Punkt: empfinden wir sie als Belastung, können sie krank machen.

 

Auf die Haltung kommt es an

 

Der Wechsel des Arbeitsplatzes, ein neuer Aufgabenbereich oder der Umzug in eine neue Stadt, was für den einen willkommene Herausforderung, ist für einen anderen niederdrückende Belastung. Stressforscher wissen: ganz entscheidend für unser Stresserleben und wie Stress sich auf uns auswirkt, ob er uns krank macht oder nicht, ist unsere innere Haltung. Jene Haltung mit der wir durchs Leben gehen und mit der wir Situationen, Ereignisse, Menschen und den Stress in unserem Leben bewusst oder unbewusst bewerten.

 

Mit Achtsamkeitsmeditation zu mehr Resilienz

 

Eine achtsamkeitsbasierte Meditationspraxis und Resilienztraining sind Möglichkeiten, die eigene innere Haltung langsam, stetig und dauerhaft in eine Richtung zu verändern, über die wir unter Stress, Belastungen und Krisen innerlich gefestigt, zufrieden und kraftvoll bleiben können. Erfahren Sie mehr dazu unter meinen Angeboten zu Resilienz oder meinen Workshops & Auszeiten.