Kurzfristige Strategien bei Stress

 

Stressphasen sind Zeiten erhöhter Anforderung. Ähnlich wie im Winter, wenn Erkältungszeit ist, brauchen Körper und Geist jetzt wirkungsvolle Unterstützung, um trotz Stress gesund und kraftvoll zu bleiben. Sie haben eine stressige Woche und bemerken, dass Ihnen alles etwas zu viel wird? Dieser kleine Notfall-Plan für akute Stressphasen kann Ihnen helfen:


1. Die Situation akzeptieren

Wenn wir uns gestresst fühlen, dann sind wir in einem inneren Modus des Kämpfens. Je mehr Widerstand wir gegen eine Situation aufbauen, umso mehr Stress und Schmerz erzeugen wir. 'Es ist wie es ist' - mit
Akzeptanz nehmen wir den Druck aus Situationen, die wir momentan nicht ändern können. Dabei bedeutet Akzeptanz keinesfalls Resignation, sondern ist ein Schritt zu mehr Leichtigkeit. Wir gestehen uns ein, dass wie gestresst sind - mit allen Gedanken, Gefühlen und Empfindungen, die damit verbunden sind. Der Stress verschwindet dadurch nicht, doch der innere
Widerstand, mit dem wir noch mehr Stress erzeugen.


2. Bewegung

Wird die Anspannung zu groß, ist Bewegung eine wichtige Option. 15 Minuten Spazieren in der Mittagspause, mit Schwung eine Treppe hinauflaufen - körperliche Betätigung ist ein hervorragendes Ventil, um sich abzureagieren und Stresshormone abbauen zu können, wenn die Anspannung zu groß ist. Gleichzeitig ist es für viele Menschen leichter, sich über die Bewegung wieder mit dem Körper und dem Atem zu verbinden und sich selbst wieder bewusst zu spüren. Es ist kaum möglich, eine Treppe hinaufzurennen und den Atem nicht zu spüren ;-)


3. Entspannung

Wenn wir müde, erschöpft und unruhig sind oder nicht mehr in der Lage, Lösungen für aktuelle Probleme zu finden, braucht es zunächst Abstand und Entspannung. Hilfreich, um sich von den Ereignissen des Alltags zu lösen ist beispielsweise die Wechselatmung oder eine Tiefenentspannung. Tiefenentspannung ist optimal, um wieder anzukommen bei uns sich selbst, Körper und Geist zu regenerieren und die eigene Lebenskraft zu stärken. Interessanterweise finden neue Lösungen dann zu uns, wenn wir loslassen und dem Geist erlauben, zur Ruhe zu kommen und leer zu werden.


4. Füh schlafen gehen

'Sleep ist the best meditation' - befolgen wie diesen Rat des Dalai Lama und versuchen wir in Stressphasen eine halbe bis ganze Stunde früher ins Bett zu gehen. Denn Schlaf ist die natürlichste Methode, um unsere Ressourcen zu stärken und jene Kraft zu schöpfen, die wir unter erhöhten Anforderungen (ver)brauchen. Sie haben Ein- und Durchschlafprobleme? Nehmen Sie diese nicht auf die 'leichte Schulter' und beginnen Sie mit langfristigen Strategien zur Stressbewältigung!


5. Positive Gefühle

Unter Stress 'ticken' wir anders und ob wir es wollen oder nicht, wir werden ungeduliger, gereizter, sorgenvoller und regen uns leichter auf. Was es braucht, ist ein emotionaler Ausgleich: sich bewusst freundlich zu verhalten, sich von etwas Schönes berühren zu lassen, uns daran zu erinnern, wofür wir dankbar sein können, einen Grund zum Lachen finden und bewusst die Momente der Freude im Alltag genießen.


Wenn der Stress kein Ende nimmt

 

Wenn Stress keine kurzzeitige Erscheinung, sondern fester Bestandteil Ihres Alltags ist, sollten wir langfristige Strategien zur Stressbewältigung in Erwägung ziehen. Dauerhafter Stress ist nichts, was wir einfach so hinnehmen sollten, denn seine Auswirkungen schwächen Körper, Geist und Seele.