Was stresst mich gerade?

 

 

Wenn Stress uns fest im Griff hat und alles uns zu viel wird, sollten wir An- und Innehalten und uns ehrlich die Frage stellen:

'Was stresst mich gerade?'

 

Manchmal wissen wir sofort, was uns stresst und überfordert. Wenn wir zu viele Überstunden gemacht haben oder ein Termin den anderen jagt. Wenn es extreme Belastungen im Privatleben gibt, jemand aus der Familie schwer krank wird, Angehörige plötzlich zum Pflegefall werden oder andere Schicksalsschläge uns ereilen.

 

Doch nicht immer gibt es nur eine Ursache, oftmals ist Stress ein schleichender Prozess, an dem wir selbst nicht ganz unbeteiligt sind. Stress potenziert sich, indem wir uns selbst zu viel abverlangen, im Job immer 100% geben wollen, Angst haben, Fehler zu machen und auch ansonsten übermäßig perfektionistisch sind. Indem wir mit der Vorstellung leben, die Dinge müssten immer auf eine bestimmte Weise ablaufen oder wir es den Anderen zu oft Recht machen wollen. Oder wenn selbst Freizeit und Wochenende nach einem vollen Terminplan getaktet sind und Zeiten der Ruhe,  Regeneration und Muße nur wenig oder gar keinen festen Platz in unserem Leben haben.

 

Stress erinnert uns daran, die eigenen Grenzen neu zu definieren und unsere natürlichen Bedürfnisse nicht aus dem Auge zu verlieren. Doch Stress geht auf Kosten unserer Selbstwahrnehmung und Klarheit. Unter Stress verändert sich unser Blickwinkel und der Geist wird 'eng'. Wir nehmen nur nehmen nur noch einen begrenzten Teil der Wirklichkeit wahr und verlieren das Gespür für unseren Körper, für unsere Grenzen und Bedürfnisse.

 

Sich selbst wieder spüren und sich rückverbinden, mit dem Körper, dem Atem und dem Hier & Jetzt, dies ist die Essenz von Yoga und das was es braucht unter Stress. Und als zweiten Schritt können wir natürlich die Dinge verändern: äußere Umstände oder unsere innere Bewertung.