Hier erfährst du einiges über Yoga und worauf du beim Yoga achten solltest ...

 

Yoga ist ...


kein Sport und keine rein körperliche Betätigung, auch wenn dein Körper über die Yogapraxis kräftiger und geschmeidiger wird. Doch Yoga ist und schenkt dir noch mehr: die Möglichkeit, über den Körper und den Atem auch mental zur Ruhe und zu dir selbst zu kommen und dir bewusst darüber zu werden, wie alles miteinander verbunden ist und sich gegenseitig beeinflusst: der Körper, der Atem, die Gedanken und Gefühle und auch dein Alltag. Wenn es gelingt, in der Yogapraxis Körper, Atem und Geist zusammen zu bringen und zu vereinen, dann erleben wir dieses angenehme Gefühl wieder mehr in unserer innerer Mitte zu sein.

 

Was du grundsätzlich beim Yoga beachten solltest ...

Yoga sollte für dich niemals schmerzhaft sein.
Achte und respektiere bitte immer deinen Körper, deine Empfindungen, deine Grenzen.

 

Das wesentliche Prinzip für ein Asana ist:
Richte dich so
in deinem Körper ein, dass du dich angenehm und wohl und gleichzeitig sicher und stabil fühlst. Finde darüber DEINE HALTUNG. Du darfst dich immer auch bewegen und ausprobieren, was für dich stimmig und richtig ist. Mach am besten alles langsam, damit stellst du sicher, dass es deinem Körper gut geht.

 

Yogaübungen sollten stets an deinen Körper angepasst werden, nicht umgekehrt.
Wenn du bemerkst, dass du mit einer Übung nicht gut zurecht kommst oder
du nach einer Yogastunde einmal feststellen solltest, dass etwas für dich zu viel war, sprich mich bitte darauf an. Es geht im Yoga darum, dass du für dich richtige Maß aus Anspannung und Entspannung findest und auch das ist mit einem gewissen Erfahrungsschatz verbunden.

 

Ganz gleich, welche Übungen ich anleite, DU bist auch 'dein eigener Yogalehrer‘.
Das bedeutet, dass DEINE Wahrnehmung und Empfindungen IMMER an erster Stelle stehen. In meinem Unterricht möchte ich dich einladen und dich dabei unterstützen, dich selbst noch besser wahrzunehmen und deiner eigenen Wahrnehmung immer mehr zu vertrauen. Weil sich die Eigenwahrnehmung erst mit einer regelmäßigen Yogapraxis entwickelt und verfeinert, verzichte ich in meinem Unterricht auf sehr herausfordernde Asanas, die mit einem Gesundheitsrisiko verbunden sein können, wie den Kopfstand, den Schulterstand oder den Pflug.


Während der Yogastunde solltest du nicht unbedingt trinken.
Versuche möglichst ganz bei dir zu sein und alles, was dich ablenkt zu vermeiden. Lege vor der Stunde auch deine Uhr oder schweren Schmuck ab und wenn du BrillenträgerIn bist, während den Entspannungsphasen gern auch deine Brille. Nach der Yogastunde ist trinken ganz wichtig, damit unterstützt du den Reinigungsprozess, der mit Yogaübungen verbunden ist.

 

Einatmen, ausatmen ...

Grundsätzlich atmen wir im Yoga immer durch die Nase ein und aus, weil dabei der Atem erwärmt und gereinigt wird. In anstrengenden Körperhaltungen kann es oft auch angenehm sein, durch den leicht geöffneten Mund auszuatmen. Der Atem ist das wichtigste ‚Instrument‘, über das du lernen kannst, zur Ruhe zu kommen und auch deine Gedanken zu beruhigen. Dafür ist es wichtig, dass du lernst, langsam und vollständig auszuatmen, weil sich dadurch dein Ausatmen und damit auch dein Geist entschleunigt. Wenn dir das schwer fällt, kann dir auch dabei das Ausatmen durch den leicht geöffneten Mund helfen. Sehr viele Übungen, die wir im Yoga machen, zielen darauf ab, die Atemräume sanft zu ‚weiten‘ und alle an der Atmung beteiligten Muskeln so vorzubereiten, dass der Atem immer freier und tiefer aber auch feiner und leichter wird.

 

Der Atem sollte während einer Yogastunde dein stetiger Begleiter sein, daran werde ich dich immer wieder erinnern. Im Übrigens ist dies eine der wichtigsten Übungen, die du im Yoga für deinen Alltag lernen kannst. Der Atem zeigt dir auch auf, wenn du eine Körperhaltung beenden solltest. Immer wenn dein Atem sehr angestrengt oder unruhig wird, bist du nicht mehr in Balance und solltest eine Übung beenden.

 

Der Atem ist auch ein ganz tolles Instrument, um Spannungen zu lösen oder die eigenen Grenzen auf eine sanfte aber sehr wirkungsvolle Weise zu erweitern. Je besser deine Atemmuskulatur vorbereitet ist, je lockerer und kraftvoller sie ist, umso tiefer und langsamer kannst du atmen und umso besser kannst du deinen Atem gezielt einsetzen.

 

In meinem Unterricht lernst du zwei grundsätzliche Atemtechniken: zunächst die natürliche Bauchtamung und im Anschluss daran die Zwerchfell- oder Brust-Flanken-Atmung, auch die vollständige Yogaatmung genannt. Weitere Atemtechniken, die immer wieder in meinem Unterricht vorkommen sind die Wechselatmung (Nadi Shodana oder Anuloma Viloma) und die Ujjayiatmung.

 

Zum Thema Ehrgeiz ...

Am besten wäre es, wenn du deinen Ehrgeiz gemeinsam mit deiner Jacke und deinen Schuhen vor der Tür zum Yogaraum ablegen würdest. Ehrgeiz und Leistungsdenken sind im Yoga absolut kontraproduktiv. Yoga schenkt dir die Erfahrung, dass du am meisten Kraft und Energie gewinnst und dabei voranschreiten kannst, wenn du auf deinen Körper hörst, deine Grenzen achtest und deine persönliche Mitte aus Anspannung und Entspannung findest. Fast jeder von uns muss sich zunächst an diese Sichtweise gewöhnen, denn im Alltag funktionieren wir doch oft ganz anders: da haben wir gelernt, dass wir unsere Kraft verbrauchen, über unsere Grenzen gehen und uns richtig anstrengen müssen, um etwas zu erreichen. Niemand fordert dich im Alltag auf, dir auch Ruhe zu gönnen, wenn du viel erledigen musst. Und vor allem in unserer heutigen Stressgesellschaft zahlen viele Menschen einen hohen Tribut dafür.
Du wünschst dir eine neue und andere Erfahrung? Dann sei herzlich willkommen bei Yoga. Das was im Yoga anstelle von Ehrgeiz und Leistungsdenken steht, ist ... DISZIPLIN (Tapas). Und ja ich weiß, dieses Wort ist nicht wirklich beliebt und ich würde es dir gern ersparen, wenn ich nicht wüsste, wie wichtig es ist. Wichtig um etwas Positives FÜR DICH erreichen zu können, positive Veränderungen wie mehr Kraft und Stabilität, innere Ruhe und Gelassenheit oder die Verbesserung körperlicher Beschwerden. Dafür braucht es einfach eine gewisse Regelmäßigkeit, Beständigkeit und Disziplin. Einer meiner Yogalehrer, Dr. Shrikrishna, hat einmal gesagt: 'Wenn wir ein Medikament einnehmen (müssen), dann nehmen wir auch nicht nur eine Tablette in der Woche zu uns. Wir müssen dieses Medikament regelmäßig und über einen längeren Zeitraum einnehmen, damit es eine gewisse Wirkung entfalten kann.' Und genau so ist es beim Yoga auch.

 

 

ACHTUNG & RESPEKT    DISZIPLIN & HALTUNG    WÜRDE & STOLZ