Dein ersten Mal in einer Yogastunde (bei mir) ...

 

Wenn du schon einmal an einer oder mehreren Yogastunden teilgenommen hast, dann hast du vielleicht erfahren, dass Yoga sehr unterschiedlich sein kann. Es gibt unterschiedliche Yogarichtungen, jeder Yogalehrer entwickelt mit der Zeit seinen eigenen Stil und nicht alle  Menschen suchen und brauchen das Gleiche. Von daher kann es gut möglich sein, dass wenn du in eine neue Yogagruppe kommst, du auch eine neue oder andere Erfahrung mit Yoga machst. Wenn es dein erstes Mal mit Yoga ist - kein Problem, hier bekommst du einen kleinen Einblick vorab. Und natürlich kannst du gern eine Probestunde mit mir vereinbaren.

Wenn du zu mir zum Yoga kommst, kannst du bequem die Parkplätze vor der Physiotherapie nutzen oder einen der Parkplätze an der Quettinger Straße.

Was du zum Yoga mitbringen solltest sind bequeme Kleidung und eine Auflage für die Yogamatte.


Denke bitte daran, dein Handy vor der Stunde auszustellen.

Gut wäre es, wenn du 90 Minuten vor der Yogastunde keine schwere Nahrung mehr zu dir nehmen würdest. Dein Körper wäre dann mit der Verdauung beschäftigt, dies würde jede körperliche Betätigung beeinträchtigen.

 

Solltest du körperliche Beschwerden haben, sprich mich bitte vor der Stunde an. Es gibt für alle Übungen Alternativen, die ich dir jedoch nur dann zeigen kann, wenn du mir vorher Bescheid gibst.

 

In meinen Kursen gibt es keine ‚festen Plätze‘. Manche Menschen mögen eine gewisse Routine und Verlässlichkeit, 'ihren Platz', den sie am liebsten in jeder Yogastunde einnehmen. Wenn du rechtzeitig da bist, kannst du dir gern deinen Platz aussuchen. Gerade in unserer schnelllebigen und wandelbaren Zeit können uns Gewohnheiten ein Gefühl von Sicherheit schenken. Doch auch Veränderungen gehören zum Leben dazu und wenn du jemand bist, bei dem unter Veränderungen das Gefühl von Unsicherheit überwiegt, sieht vielleicht auch einmal 'die andere Seite': dass Veränderungen Stagnation und Stillstand verhindern und immer auch eine Chance enthalten - die Chance etwas Neues in das eigene Leben einzuladen. Die eigenen oftmals etwas festgefahrenen Gewohnheiten hin und wieder loszulassen kann hilfreich sein, um auch Veränderungen im Außen offen, neugierig und vertrauensvoll begegnen zu können. Im Grunde genommen üben wir darüber etwas, was in körperlicher Hinsicht Bestandteil von Yoga ist: Flexibilität. Doch Flexibilität braucht immer auch Stabilität und so gibt es in meinem Unterricht auch feste Abläufe und Rituale:

 

Was dich in einer Yogastunde bei mir erwartet ...

Zu Beginn meiner Yogastunden starten wir stets mit einer ‚Stille-Minute‘. Dies kann in einer Sitzhaltung oder auch im Liegen geschehen. Stille kann für einige Menschen eine herausfordernde Erfahrung sein, denn in dem Moment, wo es im Außen still und bewegungslos wird, kann es sein, dass es im Inneren richtig laut wird. Der Weg in die Ruhe konfrontiert jeden unweigerlich erst einmal mit der eigenen inneren Unruhe, weil wir in solchen Momenten all dem in uns begegnen, was wir vor allem unter Stress im Alltag gar nicht wahrnehmen: unseren ruhelosen Gedanken, aufgewühlten oder verdrängten Gefühlen und körperlichen Empfindungen. Was du dann tun kannst ist folgendes: Bleibe ruhig sitzen/liegen und betrachte deine Gedanken und Empfindungen als einen Teil von dir selbst und als etwas, was sich dir zeigen möchte, was wahrgenommen, gesehen, gefühlt und angenommen werden möchte, bevor es loslassen darf. Wenn du dazu Fragen hast oder dir das Probleme bereitet, sprich mich vor der Stunde bitte an. Auf Dauer sind solche Stilleübungen sehr hilfreich. Zu lernen, für einen Moment in sich selbst zur Ruhe zu kommen, ist vor allem im Alltag sehr unterstützend und hat so manchen meiner Tage schon oft ‚gerettet‘
😉.

Im Anschluss an die ‚Stille-Minute‘ folgt ein kurzes ‚Ankommen‘ in der Rückenlage. Die meisten Menschen genießen es, sich nach einem anstregenden Alltag für einige Minuten in der Rückenlage, der Haltung von ‚Savasana‘ ausruhen zu können. Hierbei begleite ich dich mit meiner Stimme und lade dich ein dir darüber bewusst zu werden, was diesen Tag geprägt hat, wie dieser Tag dich geprägt hat und was du heute mitbringst in diese Yogastunde. Unter Stress nimmt unsere Selbstwahrnehmung deutlich ab, was dazu führt, dass wir den Körper und uns selbst im Alltag oftmals nur wenig bewusst wahrnehmen und dadurch oft auch über unsere Grenzen gehen. Das kann im Yoga und leider auch im Alltag fatale Folgen haben und deshalb nehmen wir vor der Asanapraxis erst einmal die Zeit, hinzuspüren wie der Körper sich überhaupt anfühlt.

Nun folgen die Körperübungen, die sogenannten Asanas. Ich beginne gern damit, den Körper und vor allem die Bereiche, die im Alltag, z.B. durch statisches Sitzen stark belastet werden gezielt zu mobilisiert und auf die Asanapraxis vorzubereitet. Meiner Erfahrung nach es macht wenig Sinn und kann deinen Körper sogar schädigen, wenn du ohne eine gezielte Vorbereitung kraftvollere Asanas einnimmst, es sei denn, du bist SEHR geübt. Die Art des Yogas, den ich unterrichte kann als moderner Hatha Yoga bezeichnet werden. Modern, weil es mir wichtig ist, auch anatomische Bewegungsprinzipien und westliche Lebensumstände mit zu berücksichtigen. Schnelle Bewegungsabläufe findest du bei mir weniger, meine Anleitungen sind eher langsam, achtsam und entschleunigend, so dass du stets bewusst wahrnehmen kannst, was deinem Körper gut tut, wo Spannungen sich zeigen und lösen möchten und welche Grenzen du achten und respektieren solltest. Wichtig ist mir auch, den Körper sehr vielfältig zu ‚trainieren‘, damit auch Muskeln erreicht werden, die wir vor allem im Alltag vernachlässigen und dabei setze ich gern auch yogatherapeutische Übungen ein.

Nach den Übungen für Kräftigung und Stabilität leite ich gern die ein oder andere Atemübung, Pranayama genannt an und anschließend ein oder mehrere Yin Yoga Haltungen. Dies sind Asanas mit einem sehr meditativen Charakter in denen dein Körper sanft und passiv gedehnt wird. Wichtig dabei ist es, dass du versuchst, mit Hilfe von diversen Kissen, Rollen und Blöcken deine Wohlfühlhaltung zu finden, so dass dein Körper vollkommen loslassen kann. Natürlich unterstütze ich dich dabei. Diese Übungen haben einen stark regenerierenden Effekt, sie wirken intensiv auf die Faszien, schenken Körper und Geist Ruhe und Entspannung und bieten den perfekten Ausgleich zu unseren oft überaktiven und stressigen Lebensalltag.

 

Dann folgt eine angeleitete Schlussentspannung in der dein Körper vollkommen loslassen und entspannen darf und du tief zur Ruhe und noch mehr zu dir selbst kommen kannst.

 

Die Yogastunde endet ebenfalls mit einer 'Stille-Minute', nun als Möglichkeit wahrzunehmen, was sich in dir verändert hat. Und es kann sein, dass es durch die Yogapraxis wesentlich leichter geworden ist, die Stille 'auszuhalten' und dass du sie vielleicht sogar 'genießen' kannst.

 

Das war ganz schön viel an Information?

Gib dir bitte ein wenig Zeit. Niemand erwartet von dir, dass du irgendetwas beherrschst oder können musst. Es ist die regelmäßige Praxis, das ‚Dranbleiben‘ über die du im Yoga fortschreitest. Du bist genau richtig so, wie du bist, vollkommen egal, ob oder wie lange du schon Yoga übst.
Niemand muss und sollte sich mit jemand anderem vergleichen und auf gar keinen Fall in einer Yogastunde. Das, was du im Yoga lernen kannst, ist u.a. deinen eigenen Rhythmus zu finden und vielleicht wirst du die Erfahrung machen, dass alles ein wenig leichter wird, wenn du deinen Rhythmus bewusst ein bisschen entschleunigst.

 

Bei weiteren Fragen oder Unsicherheiten melde dich gern bei mir.

 

 

 

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