Februar 2026
In diesem Monat möchte ich Dir eine besonders liebevolle Form der Aufmerksamkeit vorstellen – die Achtung für Dich selbst. Selbstachtung bedeutet: Ich bemerke, wie es mir wirklich geht. Ich überhöre meine Grenzen nicht. Ich nehme mich ernst.
In stressigen Zeiten verlieren wir oft genau das: Wir funktionieren, statt zu spüren. Wir machen weiter und halten durch, obwohl unser Körper – und unser Herz – längst sagen: Bitte kurz anhalten.
Wenn Stress zum ständigen
Begleiter wird, übergehen wir leicht die feinen Signale des Körpers, verschieben Pausen und spielen ein zu viel an Anspannung oder
Erschöpfung runter, als dass wir sie ernst nehmen. Genau hier kommt die Achtung für uns selbst ins Spiel:
Selbstachtung spiegelt sich
wieder in all den kleinen Momenten, in denen
wir uns selbst bewusst wahrnehmen – unseren inneren Zustand und die feinen Signale unseres Körpers.
Darüber entwickeln wir ein gesundes Gespür für uns selbst:
Wenn wir nach Belastungen kurz innehalten und erkennen, was uns innerlich unter Druck setzt und wo im Körper Anspannung spürbar ist. Und
wenn wir wissen, wie wir Körper und Geist unterstützen können, um möglichst schnell wieder aus der übermäßigen Spannung herauszufinden.
Eine aktuelle Studie der Hanyang University in Seoul zeigt auf, wie wichtig die ersten Minuten nach einer Stresssituation sind. In dieser kurzen Zeit entscheidet sich, ob der Körper in der Anspannung verharrt – oder wieder in die Erholung findet. Wird das Nervensystem jetzt gezielt reguliert, kann Stress leichter verarbeitet werden. Eine Möglichkeit dafür ist die Praxis der Herzkohärenz.
Herzkohärenz ist mehr als Entspannung. Sie hilft dem Nervensystem in ein gesundes, flexibles Gleichgewicht zu finden – zwischen Aktivität und Rückzug. Dabei lernt der Körper nach Belastung nicht festzuhalten, sondern wieder loszulassen – und das mitten im Alltag. Mit etwas Übung kann schon nach wenigen Minuten spürbar werden wie der Atem weicher wird, die innere Spannung nachlässt und Du mehr Ruhe spürst. Mehr Präsenz und eine Energie, die Dich nicht antreibt, sondern stabilisiert und trägt.
Wenn wir beginnen, uns selbst bewusst wahrzunehmen, uns anzunehmen und unsere Grenzen wieder zu spüren, verändert sich etwas: Wir geraten weniger in Überlastung, treffen klarere Entscheidungen – und fühlen uns innerlich stabiler, selbst dann, wenn das Leben an uns zieht.
Vielleicht ist genau das die Einladung für diesen Monat: Dir selbst ein wenig mehr Achtung und liebevolle Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht perfekt, sondern ehrlich – und Schritt für Schritt.
Aus der Achtung für uns selbst erwächst ein weiterer Wert – der Respekt für alles, womit wir verbunden sind: unserem Körper, unseren Mitmenschen und der Erde auf der wir leben. Darum wird es im kommenden Monat gehen.
Von Herzen, Heike Razaq
Quellen: