März 2026
Beim Wort Disziplin denke viele zuerst an Strenge, Kontrolle oder "sich zusammenreißen". Doch die Disziplin, die ich Dir in diesem Monat vorstellen möchte, ist eine andere. Es ist die mentale Disziplin – die Fähigkeit, unsere Aufmerksamkeit bewusst auszurichten und immer wieder dorthin zurückzukehren, wo wir innerlich wachsen können. Denn unsere Gedanken sind nicht neutral. Sie wirken in uns – Tag für Tag.
Ebenso wie die alten Yogis vor mehr als 2000 Jahren erkannt haben, so hat auch in den 60er Jahren der Arzt Dr. Joseph Murphy darauf hingewiesen, dass unser Unterbewusstsein wie ein fruchtbarer Boden ist: Was wir ihm regelmäßig einpflanzen, beginnt sich mit der Zeit in unserem Leben zu zeigen.
Die folgende Geschichte aus seiner Arbeit erzählt von einem Mann, der schwer krank war. Die Ärzte sahen kaum Hoffnung. Doch dieser Mann begann sich jeden Tag – ruhig und beharrlich – Gesundheit vorzustellen.
Er sah sich innerlich als gesund, kraftvoll und lebendig. Nicht angespannt. Nicht kämpfend. Sondern mit einem tiefen, inneren Gefühl von Vertrauen.
Er wiederholte diese inneren Bilder täglich – mit Geduld und Hingabe. Und nach und nach begann sich sein Zustand zu verändern. Sein Körper reagierte auf das, was er innerlich immer wieder genährt hatte. Dr. Murphy machte deutlich: Unser Unterbewusstsein unterscheidet nicht zwischen real und vorgestellt. Es reagiert auf Wiederholung, innere Bilder – und das Gefühl, das diese erzeugen.
Was damals fast mystisch klang, wird heute durch die Neurowissenschaft gestützt: Wenn wir uns etwas lebhaft vorstellen, werden in unserem Gehirn ähnliche Areale aktiv, wie wenn wir es tatsächlich erleben.
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